Honig gilt als gesundes, köstliches Naturprodukt mit beeindruckender Haltbarkeit. Doch nicht jeder Aufbewahrungsort eignet sich gleichermaßen gut für dieses wertvolle Lebensmittel. Ein erfahrener Imker verrät uns die wichtigsten Geheimnisse, wie man Honig richtig lagert und dabei alle wertvollen Inhaltsstoffe bewahrt.
Viele Menschen bewahren ihr Honigglas in Küchenschränken auf, ohne zu ahnen, dass dies möglicherweise der schlechteste Ort für dieses besondere Produkt ist. Der Imkermeister räumt ein für alle Mal mit dem Irrglauben auf, Honig sei praktisch unzerstörbar. Wir erklären, warum Zimmertemperatur und die Nähe zu Wärmequellen diesem süßen Naturschatz ernsthaft schaden können.
Die Geheimnisse perfekter Lagerung: Expertenwissen enthüllt
Auf die Frage, ob Honig bei Raumtemperatur gelagert werden kann, antwortet der Fachmann unmissverständlich: Das ist keineswegs die beste Wahl. Die optimale Temperatur für Honig liegt unter 18 Grad Celsius – eine Angabe, die sich häufig auf den Etiketten findet. Folglich sind Orte wie das Gemüsefach im Kühlschrank, die Vorratskammer oder der Keller weitaus besser geeignet als ein Küchenschrank oder die Arbeitsplatte.
Der Imker warnt eindringlich davor, ein Honigglas in einem Schrank in der Nähe von Hitzequellen wie einem Gasherd aufzubewahren. Der beim Kochen entstehende Wasserdampf kann nämlich das Innere des Schranks aufheizen und dem Honig erheblich schaden. Obwohl die Raumtemperatur nicht überall gleich ist, nennt der Experte einen akzeptablen Bereich zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Dennoch betont er ausdrücklich, dass niedrigere Temperaturen stets vorzuziehen sind.
Darüber hinaus gibt es bestimmte Honigsorten, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten:
- Rapshonig
- Goldrutenhonig
- Frühjahrsblütenhonig und Blütenhonige
Diese Sorten neigen bei Zimmertemperatur stark zur Gärung. Die niedrige Kühlschranktemperatur stoppt diesen Prozess zuverlässig, selbst wenn der Honig zu früh geerntet wurde und einen erhöhten Wassergehalt aufweist.
Kann Honig tatsächlich verderben?
Entgegen der weit verbreiteten Annahme kann Honig durchaus schlecht werden, allerdings nur unter zwei spezifischen Bedingungen. Der erste Fall tritt ein, wenn der Imker das Produkt zu früh erntet und dabei ein zu hoher Wassergehalt zurückbleibt. In dieser Situation kann der Honig zu gären beginnen – erkennbar an Schaumbildung und einem alkoholischen Geruch.
Das zweite Szenario betrifft eine langfristige Lagerung unter Wärmeeinwirkung. Mit der Zeit begünstigt Hitze die Bildung einer Substanz namens Hydroxymethylfurfural, die gesundheitsschädlich sein kann.













